Es gibt zwei klassische Situationen, in denen sich Journalisten selbstständig machen: Entweder sie wollen als Freiberufler arbeiten, oder sie müssen als Freiberufler arbeiten. Wer selbstständig arbeiten muss, aber eigentlich als Festangestellter arbeiten möchte, der sollte nicht weiterlesen. Es ist vergeudete Zeit. Besser man liest dann Artikel über Bewerbungstipps oder man recherchiert, wo man sich überall bewerben kann.

Wer dauerhaft und erfolgreich als Freiberufler arbeiten will, für den haben wir einige Tipps zur Spezialisierung zusammengestellt. Darüber hinaus finden Sie eine Auswahl an Literatur. Grundsätzlich gilt für jeden freiberuflichen Journalist, das was für alle Freiberufler gilt – die vier Perspektiven, die wir unter “Was ist ein Freiberufler?” vorstellen.

Spezialisierung

Viele freiberufliche Journalisten haben früher als freie Mitarbeiter in einer Redaktion gearbeitet. Meistens sind freie Mitarbeiter eine Art “Feld-Wald-Wiesen-Journalist”: Sie machen das, was gerade anfällt. Die Konsequenz: Man ist “Mädchen für alles”, arbeitet für einen Hungerlohn, hat eine schlechte Verhandlungsposition und ist abhängig vom guten Willen der Auftraggeber. Wer als Freiberufler erfolgreich sein will, muss sich vom Bild des freien Mitarbeiters verabschieden. Man muss sich eine Nische erarbeiten, ein Spezialfeld, auf dem man Experte ist. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern ist viel Arbeit und dauert mehrere Jahre.

Dabei gilt grundsätzlich: Man sollte sich eine Nische suchen, die zum einen noch nicht völlig überlaufen ist und in der zum anderen auch ordentliche Honorare gezahlt werden. Natürlich sollte man die Nische auch persönlich interessant finden – aber das sollte für freie Journalisten nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein! Häufig sind die “langweiligen”, komplizierten Nischen besonders lukrativ. Denn hier tummeln sich wenige Freiberufler. Automatisch ergibt sich die Möglichkeit, das eigene Honorar in die Höhe zu schrauben.

Wie kann man sich spezialisieren? Es kann ein Thema sein (Technik, Karriere, Mode – um ein paar beliebte Themen zu nennen).  Aber auch ein bestimmter Stil (Interviews/Reportagen) sind möglich. Wer sich eine Nische gesucht hat, kann dann “diversifizieren”. Also Mehrfach-Verwertung von Themen, verschiedene Medien (Print/Radio/Web) bedienen, eigenes Freiberufler-Profil aufbauen (Buchautor/Berater/Dozent werden).

Aller Anfang ist schwer

Wer in der Gründungsphase ist, also gerade erst seinen Businessplan geschrieben hat oder nach Fördermitteln auf der Suche ist, der steht natürlich noch ganz am Anfang. Hier heißt es: Pragmatisch sein! Man kann und muss “Brotjobs” machen, um sich über Wasser zu halten. Aber man sollte sich Ziele setzen und daran arbeiten, dass man dort ankommt, wo man hinwill. Auch Grundsatz-Entscheidungen müssen getroffen werden. Zum Beispiel zahlt die PR-Branche sehr gut. Aber auf der anderen Seite ist man dadurch bei den großen Medien schnell “verbrannt”, weil die Unabhängigkeit angezweifelt wird.

Literatur-Empfehlungen

Unsere Literaturempfehlungen für freiberufliche Journalisten sind folgende zwei Bücher:

  • “Constanze Hacke – Selbstständig und dann? Wie Freiberufler langfristig erfolgreich werden”
  • “Svenja Hofert – Praxisbuch für Freiberufler – Alles, was Sie wissen müssen, um erfolgreich zu sein”

Beide Bücher beziehen sich nicht nur auf Journalisten, sondern grundsätzlich auf Freiberufler und ermöglichen dadurch einen Blick über den Tellerrand. Außerdem stellen sie die unternehmerischen Anforderungen in den Vordergrund – ähnlich wie auf dieser Seite auch. Die beiden Autorinnen, die auch als freie Journalisten arbeiten, sind im Übrigen ein Vorbild in Sachen Spezialisierung und Vermarktung der eigenen Person.

Hier lesen Sie mehr darüber, wie Sie sich einen eigenen Kundenstamm aufbauen können.

In 7 Schritten zu einem höheren Honorar

Welchen Stundensatz kann ich als Freiberufler verlangen? Wie wehre ich mich gegen Honorar-Drückerei? Wie schaffe ich es, meinen Stundensatz kontinuierlich zu erhöhen?

Um eins vorweg zu nehmen: Häufig können die „Besserverdiener“ unter den Freiberuflern einfach besser argumentieren! Sie kennen sich besser aus und wissen, wie sie klüger verhandeln.

Unser E-Book „In 7 Schritten zu einem höheren Honorar“ erklärt, wie Freiberufler Schritt für Schritt ihren Stundensatz erhöhen. Und dies bei ihren Kunden durchsetzen, ohne sie zu verprellen. Kompakt, schnell und direkt anwendbar auf rund 30 Seiten. Dazu gibt es einen Excel-Rechner, mit dem Sie einfach und bequem Ihren persönlichen Stundensatz kalkulieren können.

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