Kredite und Darlehen für Freiberufler

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Als Freiberufler hat man es nicht leicht – insbesondere wenn es um den Kontakt zu Banken geht. Gerade bei kreativen Berufen herrscht auf der anderen Seite des Bankschalters eine Menge Skepsis. Gleichzeitig muss jeder Freiberufler investieren. Häufig sind es keine großen Summen, zum Beispiel für eine neue Büroeinrichtung, ein Software-Paket oder eine Mietkaution. Manche Freiberufler brauchen auch kurzfristig eine finanzielle Überbrückung, etwa weil ein großer Auftrag erst in zwei Monaten abgerechnet werden kann.

Buchhaltung für Freiberufler

3 Hürden, wenn man schnell und unkompliziert einen Kredit braucht

Die klassische Bank hilft nicht unbedingt weiter. Manche Banken verlangen selbst für kleinere Kredite (einige tausend Euro) umfassende Unterlagen wie einen Businessplan.

Andere Banken geben Selbstständigen grundsätzlich keine Kredite, weil ihnen das Risiko zu groß ist oder Selbstständige nicht zu ihrer Zielgruppe gehören

Viele Freiberufler stören sich aber auch grundsätzlich daran, überhaupt zur Bank zu gehen. Wieso soll man einen Kniefall machen und dort um Geld „betteln“?

Bankkredit über die KfW Bank

Den Gründerkredit der KfW Bankengruppe gibt es in mehreren Varianten. Freiberufler brauchen in der Regel einen relativ niedrigen Betrag – im Vergleich etwa zu neu gegründeten Unternehmen, die Maschinen anschaffen müssen oder mehrere Standorte auf der ganzen Welt gründen müssen. Ein Webdesigner braucht einen guten Computer, eine Physiotherapeutin eine eigene Praxis.

Beim “KfW Gründerkredit – StartGeld” erhält man bis zu 100.000 Euro zu einem vergleichsweise niedrigen Zinssatz und unabhängig von Sicherheiten und Risikobeurteilung. Die Laufzeit beträgt bis zu zehn Jahren (Stand: 01/2013). Das Geld ist allerdings zweckgebunden. Erlaubt ist, den Kredit für Investitionen zu nutzen wie Computer, Software, Firmenfahrzeuge, Geschäftsausstattung und für Betriebsmittel, also Mieten, Marketingmaßnahmen oder Messeteilnahmen.  Mehr Informationen dazu auf der Internetseite der KfW Bank.

Wie bekomme ich den Kredit?

Man kann als Privatperson nicht selbst bei der KfW Förderbank anklopfen. Die Gründerkredite werden über die eigene Hausbank (also Sparkasse, Deutsche Bank etc.) vergeben. Die eigene Hausbank stellt die notwendigen Unterlagen zusammen und prüft Ihr Vorhaben. Wichtig: Auch wenn der Kredit von der KfW Bank kommt, haftet Ihre Hausbank zu einem Teil mit. Das heißt: Die Hausbanken prüfen sehr ernst, ob Sie Ihre Existenzgründung unterstützen.

Immer wieder hören wir von Existenzgründern, die berichten, dass Ihre Hausbank Ihnen Steine in den Weg gelegt hat. Manche Hausbanken versuchen Freiberuflern, Ihre Existenzgründung auszureden. Kein Wunder: Sie wollen nicht auf dem Kredit sitzenbleiben…  Was können Sie dagegen machen?

Die einfache, aber klare Antwort: Bereiten Sie sich professionell auf das Bankgespräch vor! Sie brauchen für das Gespräch einen Businessplan – und der sollte nicht bloß schnell zusammengeschustert werden. Wie wollen Sie sich erfolgreich auf dem Markt behaupten? Wie gehen Sie mit der Konkurrenz um? Wie ist Ihre Strategie? Solche Fragen kann man sehr gut mit einem Gründungsberater besprechen, der bei der Erstellung des Businessplans hilft. Übrigens: Auch die Gründungsberatung wird finanziell gefördert.

Alternativ können Sie sich mit einer Businessplan Vorlage für Freiberufler eine Anleitung holen. Durch die Vorlage haben Sie eine Grundstruktur und die wichtigsten Fragen, die Sie bearbeiten müssen.

Privatkredit über Auxmoney

Trotzdem braucht man dringend Geld. Eine Alternative besteht in Online-Plattformen wie „auxmoney“. Dort können sich Freiberufler von Privatpersonen schnell und unkompliziert Geld leihen.

Es gibt drei Gründe, sich anzumelden:

  • Schnelle Anfrage: Der Prozess der Kreditanfrage läuft sehr unkompliziert. Sie bekommen also schnell ein Feedback, ob Sie über die Plattform ein Kredit erhalten.
  • Gute Verhandlungsgrundlage: Mit dem Angebot können Sie immer noch zu Ihrer Bank gehen. Sie haben eine gute Verhandlungsgrundlage und müssen keinen „Kniefall“ machen.
  • Zinsen: Durch einen Vergleich müssen Sie möglicherweise weniger Zinsen zahlen und sparen so bares Geld.

*Werbung* Hier kann man sich bei auxmoney anmelden. Es wurden bei auxmoney laut eigener Aussage schon über 30.000 Kreditprojekte finanziert, mit einem Volumen von insgesamt 150 Millionen Euro (Stand 02/2015). Vielleicht ist es ja auch für Sie eine Option.

Unser Fazit: Wie viel Geld brauche ich?

Wer als Freiberufler starten will, sollte generell genau durchkalkulieren, wie viel Geld er wirklich benötigt. Wer einen Kredit erhalten will, muss seinen Kreditgebern überzeugend erklären, was man mit dem Geld machen will und warum dies wichtig für die Existenzgründung ist. Der erste Weg an Geld zu kommen, sollte immer der Gründungszuschuss der Arbeitsagentur sein. Für größere Summen kommen entweder Plattformen wie auxmoney* oder der KfW Gründerkredit in Frage. Wer kein Geld von diesen Institutionen erhält, für den kommen Online-Plattformen in Frage, bei denen Privatpersonen an Privatpersonen Geld verleihen. Oder Sie erkundigen sich in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nach potentiellen Geldgebern.

Freiberufler, die sich über Kredite und Darlehen informieren wollen, sollten zunächst nach Alternativen Ausschau halten. Der Gründungszuschuss für Freiberufler und Existenzgründer sollte immer noch die erste Wahl sein – falls man einen Anspruch darauf hat. Denn hier bekommt man letzten Endes Geld geschenkt. Man muss die Anschub-Finanzierung nicht zurückzahlen.

In 7 Schritten zu einem höheren Honorar

Welchen Stundensatz kann ich als Freiberufler verlangen? Wie wehre ich mich gegen Honorar-Drückerei? Wie schaffe ich es, meinen Stundensatz kontinuierlich zu erhöhen?

Um eins vorweg zu nehmen: Häufig können die „Besserverdiener“ unter den Freiberuflern einfach besser argumentieren! Sie kennen sich besser aus und wissen, wie sie klüger verhandeln.

Unser E-Book „In 7 Schritten zu einem höheren Honorar“ erklärt, wie Freiberufler Schritt für Schritt ihren Stundensatz erhöhen. Und dies bei ihren Kunden durchsetzen, ohne sie zu verprellen. Kompakt, schnell und direkt anwendbar auf rund 30 Seiten. Dazu gibt es einen Excel-Rechner, mit dem Sie einfach und bequem Ihren persönlichen Stundensatz kalkulieren können.

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