Viele Freiberufler fragen sich, ob sie eine Haftpflicht brauchen? Die kurze Antwort: Ja! Als Freiberufler ist man in der Regel ein Einzelunternehmer. Dadurch kosten die Versicherungen nicht sehr viel – oft nur zwischen 100 und 300 Euro pro Jahr. Aber die Haftpflicht für Freiberufler deckt im Idealfall Schäden von mehreren hunderttausend Euro ab.

In 3 Schritten zur passenden Absicherung

Kümmern Sie sich um das Thema.

Als Freiberufler sollte man sich darum kümmern, seine Risiken abzusichern. Wenn es zu einem Schaden kommt, ist es zu spät. Dann ist der Ärger groß. Informieren Sie sich auf dieser Seite, worauf Sie achten sollten.

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Es gibt unzählige Versicherungen und jede Versicherung hat mehrere Tarife. Je nach Branche sind die Leistungen der Versicherer sehr unterschiedlich. Ein Versicherungsberater stellt Ihnen einen kompakten Vergleich zusammen. So können Sie sich einfacher entscheiden.

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Ein Berater kennt die Fallstricke und Tücken bei den Haftpflichtversicherungen. Er weist sie darauf hin, welche Risiken Sie auf jeden Fall absichern können. Nutzen Sie die Möglichkeit für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

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Experten-Interview: „Eine passende Betriebshaftpflicht für Freiberufler kostet nicht viel und hilft im Notfall sehr“

Jan Klimaschka ist Vertriebsleiter bei dem Frankfurter Gewerbeversicherungsmakler „Main-Finanz“. Im Interview mit Als-Freiberufler.de spricht er darüber, warum Freiberufler sich um eine Betriebshaftpflicht kümmern sollten. Er stellt konkrete Beispiele vor.

Außerdem sagt er, wie viel eine Betriebshaftpflicht kostet und warum ein Betriebshaftpflicht-Vergleich Sinn macht.

Jan Klimaschka von Main Finanz

Viele Freiberufler haben erst einmal andere Sorgen als eine Betriebshaftpflicht abzuschließen. Das kostet doch nur unnötig Geld, denken viele. Wie sehen Sie das?

Jan Klimaschka: Besonders zu Beginn der freiberuflichen Tätigkeit versuchen viele, möglichst wenig Kosten zu produzieren. Dies führt dazu, dass sich viele nur um die nötigsten Versicherungen kümmern. Zum Beispiel, indem Sie eine günstige Krankenversicherung abschließen – und sonst keine weitere Versicherung.

Das Problem ist nur: Wenn man in seinem freien Beruf einen Fehler macht, der zu einem Schaden führt, können schnell mehrere hunderttausend Euro Kosten entstehen. Wer bezahlt das? In diesen Fällen braucht man eine Betriebshaftpflichtversicherung, wenn man nicht vor großen Forderungen stehen möchte.

Aber nicht alle Freiberufler sind „versicherungsscheu“. Viele Freiberufler rüsten auch Stück für Stück auf. Wenn man einige Jahre erfolgreich am Markt ist, verdient man besser und will sich dem entsprechend auch besser absichern.

Welche Fälle kommen denn vor, in denen Freiberufler eine Betriebshaftpflicht brauchen?

Klimaschka: Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Architekt plant eine Doppelhaushälfte. Bei der Planung macht er leider einen Fehler. Dadurch muss der Rohbau umgebaut werden. Der Schaden geht in den mittleren fünfstelligen Bereich. In so einer Situation ist jeder Freiberufler froh, wenn er eine Betriebshaftpflicht hat. Selbst mit einem dicken finanziellen Polster kann man solche Schäden nicht bezahlen. Als Freiberufler steht man in so einer Situation sehr schnell vor der Insolvenz.

Zumal dann auch auf das Privatvermögen zurückgegriffen wird. Wenn ich als Freiberufler mir privat ein Haus mit meiner Familie gekauft habe, muss ich das Haus möglicherweise wieder verkaufen. Es geht also nicht nur um die Freiberuflichkeit. Der Fehler hat also auch massive Konsequenzen für das Privatleben.

Noch teurer wird es, wenn es zu Personenschäden kommt. Nehmen wir das Beispiel einen Physiotherapeuten. Wenn ein Patient hier zu Schaden kommt, wird es schnell sehr teuer. Bei schwereren Personenschäden geht es häufig direkt um mehrere hunderttausend Euro.

Wie viel kostet eine Betriebshaftpflicht für Freiberufler?

Klimaschka: Das kommt darauf an, in welcher Branche Sie als Freiberufler tätig sind. Jede Branche hat ihre eigenen Risiken. Außerdem kommt es darauf an, welche Risiken Sie als Freiberufler abdecken wollen und wie hoch die Deckungssumme in einem Schadensfall sein soll.

 

Aber trotzdem: Können Sie vielleicht eine grobe Hausnummer nennen, wie viel eine Betriebshaftpflicht kostet?

Klimaschka: Als Freiberufler, der unter 100.000 Euro Umsatz im Jahr macht, kostet eine Betriebshaftpflicht zwischen 100 und 300 Euro brutto pro Jahr. Es ist also eine überschaubare Summe. Es kostet nicht viel und hilft im Notfall sehr. Man muss sich klar sein, dass man damit seinen Existenzverlust absichert. Es ist definitiv eine sinnvolle Investition.

Bei der Entscheidung Private Krankenversicherung (PKV) oder Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kommt es ja sehr auf Details an. Wie finde ich denn die beste Betriebshaftpflichtversicherung für mich als Freiberufler?

Klimaschka: Die Versicherer haben zu jeder Branche und jedem einzelnen Tarif einen Leistungskatalog erstellt, in dem sie festhalten, welche Situationen abgesichert sind und welche nicht. Das Kleingedruckte ist für einen normalen Freiberufler kaum überschaubar. Es macht auch viel zu viel Arbeit, sich da einzulesen. Deswegen macht eine Beratung mit einem Experten Sinn.

Ein Versicherungsexperte erstellt einen professionellen und unabhängigen Vergleich der Gewerbeversicherungen. Schließlich geht es darum, dass Sie als Freiberufler das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen. Außerdem benötigen Freiberufler einen schnellen, transparenten Überblick, um sich entscheiden zu können.

Vielen Dank für das Gespräch!

Unterschied Berufs- und Betriebshaftpflicht

Es gibt zwei unterschiedliche Formen der Haftpflichtversicherung: Eine Betriebshaftplficht und eine Berufshaftpflicht. Vereinfacht gesagt unterscheiden sich die beiden Versicherungsarten wie folgt:

  • Eine Betriebshaftpflicht bezieht sich auf Ihren Betrieb – also Ihr Büro oder Ihre Praxis. Wenn ein Kunde in Ihrem Betrieb verunglückt oder wenn Sie im Büro Ihres Kunden ein Gerät zerstören, übernimmt dies in der Regel die Betriebshaftpflicht. Sie sichert also Personenschäden und Sachschäden ab.
  • Eine Berufshaftpflicht- oder Vermögensschadenhaftpflichversicherung bezieht sich auf Ihre berufliche Tätigkeit und sichert auch Vermögensschäden ab. Zum Beispiel, wenn Sie als Journalist ein urherberrechtlichen Verstoß begehen oder als Grafikdesigner fälschlicherweise etwas in Druck geben. Einige Berufsgruppen sind dazu verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen, zum Beispiel Ärzte oder Rechtsanwälte. Denn wenn sie einen beruflichen Fehler machen, explodieren die Kosten meistens schnell.
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