Alles lief gut – bis zu diesem einen Tag. Dann stürtze das schöne Arbeitsleben als Freiberufler in sich zusammen. Warum? Weil viele Selbstständige meinen Sie wären “unkaputtbar”. Oder sie haben das Thema Absicherung im Hinterkopf – aber eben auch nur da. Unser Rat: Jeder Freiberufler sollte sich um seine Absicherung kümmern.

Bei den Themen Versicherungen und Verträge heißt es oft: “Ein schwieriges Thema”. Was viele dazu verleitet, sich nicht darum zu kümmern. Anstatt einfach einen Experten zu fragen, der sich damit auskennt. Nein sagen kann man dann immer noch. Aber man hat wenigstens einen Überblick und die wichtigsten Fragen geklärt.

Bei Versicherungen für Freiberufler gibt es zwei grundsätzliche Richtungen: Zum einen der private Schutz etwa bei Krankheiten, zum anderen der berufliche Schutz, etwa wenn man durch seine Arbeit einen Schaden produziert hat. Auch der Ruhestand ist wichtig: Denn Freiberufler müssen selbst zurücklegen; und viele arbeiten, als würde es kein Morgen geben. Allerdings: Was nützt es, unendlich hohe Summen in die Altersvorsorge zu schieben, wenn man das Geld heute braucht?

Krankenversicherung

Wer sich selbstständig macht hat die Wahl, ob er sich privat oder gesetzlich versichern lassen möchte. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Kosten sparen ist nur ein Punkt von vielen. Ein Überblick und Vergleichsmöglichkeiten.

Haftpflichtversicherung

Wer einmal einen kleinen Auffahr-Unfall mit dem Auto hatte, der kennt die Situation. Selbst wenn der Schaden noch so klein ist, wird die Polizei gerufen. Das Gleiche kann einem in beruflichen Situationen passieren.

Altersvorsorge

Wie schafft man es, dass man als Selbstständiger nicht in die Altersarmut rutscht? Das ist die negative Sichtweise. Man könnte auch andersrum fragen: Wie schaffe ich, mit 50 Jahren in Rente zu gehen – weil ich schon genug auf dem Konto habe?

Berufsunfähigkeitsversicherung

Egal ob Rücken, Kopf oder Kreislauf – gerade für Freiberufler bedeutet eine Berufsunfähigkeit meistens den wirtschaftlichen Totalausfall.

Das Thema Absicherung rückt bei vielen Freiberuflen meistens Schritt für Schritt vor. Am Anfang hat man wenig Geld zur Verfügung und muss ersteinmal seinen Lebensunterhalt bestreiten. Nach und nach steigen die Einnahmen, die Erfahrungen mit Kunden und letztlich der Wunsch, sich vernünftig abzusichern. Unser Rat: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Versicherungen. Auch ein Vergleich lohnt sich häufig: Für manche Versicherungen zahlt man einfach zu viel Geld und bekommt dafür zu wenig. Auch über diesen Weg kann man Kosten sparen.

Verträge für Freiberufler

Ein neuer Kunde hat mündlich zugesagt – herzlichen Glückwunsch! Trotzdem sollten Sie nicht sofort losarbeiten und darauf vertrauen, dass schon alles klappen wird. Als Freiberufler sollten Sie immer einen Mustervertrag über die Zusammenarbeit abschließen. Eventuell lohnen sich sogar eigene AGBs.

Bei professionellen Freiberuflern läuft nichts ohne eine schriftliche Vereinbarung. So kann man sich bei Diskussionen auf etwas beziehen. Und für den Kunden entsteht zugleich mehr Verbindlichkeit.

Erfahren Sie hier, welche Verträge es unter anderem gibt und wie Sie für wenig Geld an entsprechende Vorlagen kommen.

Muster-Vorlagen für Verträge

  • Webdesign Vertrag

    Sie sind Freiberufler im Webdesign? Dann sollten Sie sich auf jeden Fall einen entsprechen Vertrag als Vorlage holen. So haben Sie mehr Sicherheit und können sich bei Streitigkeiten oder Diskussionen auf den Vertrag beziehen. Auch für Freiberufler aus anderen Branchen gibt es ähnliche Verträge.

  • Kooperationsvertrag

    Oft kooperiert man als Freiberufler mit anderen Freiberuflern oder Unternehmen. Gehen Sie auf Nummer sicher und halten Sie die Kooperation fest. Erst recht, wenn es um Geld geht. Oft werden heikle Punkte nicht angesprochen, wenn man eine Kooperation nur mündlich vereinbart. Später haben Sie dann den Ärger. Sparen Sie sich den Stress mit einer Vorlage.

  • Vertrags-Sammlung für Künstler

    Die wenigsten Künstler haben ein Faible für Zahlen. Das ist auch gut so! Schließlich lebt man von seinen Ideen und seiner Kreativität. Trotzdem müssen die finanziellen Angelegenheiten geklärt werden. Sparen Sie sich die Mühe und Arbeit selbst Verträge, Rechnungen und Mahnungen zu entwickeln. In diesem großen „Künstler-Paket“ finden Sie zahlreiche Vorlagen, die Sie nutzen können.

  • Beratervertrag

    Als freiberuflicher Berater verkauft man sein Expertenwissen. Hier gibt es schnell Unstimmigkeiten über die konkrete Leistung und Honorierung. Mit einem Vertrag für Berater können Sie sicherer im Markt agieren. Nutzen Sie eine Vorlage und passen Sie diese auf Ihr Geschäft an.

  • Autorenvertrag

    Viele Autoren verlassen sich auf ihren Verlag, wenn sie ein Werk veröffentlichen. Später schauen sie dann in die Röhre, wenn sie zum Beispiel für Mehrfachverwertung kein Honorar erhalten. Nur ein Beispiel von vielen. Mit einer Vorlage können Sie Ihre  persönlichen Vertragsbedingungen gestalten.

  • AGB-Vertrag für Coaches und Trainer

    Viele Coaches und Trainer bieten eigene Seminare an. Mit dieser AGB-Vorlage stellen Sie Ihr Seminar auf sichere Beine. Gerade bei Anmeldungen und Zahlungsbedingungen kann es später schnell zu Ärger kommen.

Für viele Verträge gibt es Muster-Vorlagen. So hat man eine Vorlage, mit der man arbeiten kann und die man individuell auf sich zuschneiden kann. Die Vorlagen wurden von “Formlitz” erstellt, einer Download-Plattform für Verträge, Vorlagen und Ratgeber. Hier eine Auswahl von Verträgen für Freiberufler:

Die kleine Lösung: Ein eigener Vertrag

Wer einen neuen Auftrag gewinnt, sollte in den Vertrag exakt festhalten: Was wird genau bis wann geliefert? Bei den kreativen Freiberuflern: Wie viele Nachbearbeitungen oder Korrekturschleifen sind mit eingeplant? Wie werden zusätzliche Arbeiten honoriert? Bis wann soll gezahlt werden? Die gesamte Summe zum Schluss oder ein Drittel bis die Hälfte vorab? Dieser in Eigenregie erstellte Vertrag wird von beiden Parteien unterschrieben. So hat jeder etwas in der Hand.

Die größere Lösung: Eigene AGBs.

Viele Berufsverbände bieten Freiberufler AGB-Vorlagen an. Die AGBs kann man dann an einen Auftrag anhängen. Der Vorteil von AGBs: Sie sind sehr umfassend und rechtssicher. Im Gegensatz zu einem selbst formulierten Vertrag bestehen AGBs aus juristisch sauber definierten Klauseln. Genau das ist aber auch der Nachteil: Viele Kunden schrecken solche AGBs ab. Es kann sein, dass man mit solchen Vereinbarungen auch wieder Kunden verliert. Das ist aber je nach Branche völlig unterschiedlich. Im Kreativ-Bereich gibt es so gut wie nie AGBs – obwohl die Berufsverbände dies immer wieder anmahnen. Im Pflegebereich findet man häufiger Freiberufler mit eigenen AGBs.

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